Friedrichstadt ist ein Kleinod das man nicht vermutet — mitten in Nordfriesland liegt ein Stück Holland. Grachten, Treppengiebelhäuser und Kopfsteinpflaster versetzen Besucher in eine andere Zeit und eine andere Welt. Herzog Friedrich III. gründete die Stadt 1621 und holte niederländische Religionsflüchtlinge — die Remonstranten — als Siedler. Sie brachten ihre Architektur, ihre Kanäle und ihre Toleranz mit.
Zwei Grachten durchziehen die historische Altstadt: der Mittelburggraben und der Fürstenburggraben. Über sie führen 17 Brücken — von April bis Oktober kann man sie alle per Kahnfahrt entdecken. Am Marktplatz reihen sich neun Treppengiebelhäuser aus der Gründerzeit aneinander. Die Alte Münze von 1626 ist das schönste Haus aus dieser Zeit und beherbergt heute das Stadtmuseum.
Bis heute sind fünf Religionsgemeinschaften aktiv — ein einzigartiges Erbe der Toleranzpolitik von 1621. Die Remonstrantenkirche (1854) ist die einzige ihrer Art außerhalb der Niederlande.